04.02.2010 08:00 - Soziales & NonProfit
PKV-Lobbyist soll Gesundheitsreform erarbeiten
Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) will sich für die Erarbeitung seiner Gesundheitsreform Unterstützung aus der privaten Krankenversicherung holen: Christian Weber soll im Ministerium der neue Abteilungsleiter für Grundsatzfragen werden. Das berichteten verschiedene Medien in der zweiten Kalenderwoche des neuen Jahres.
Derzeit ist der 53 Jahre alte Weber stellvertretender Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV). Weber würde sich in seinem neuen Amt auch mit der geplanten schrittweisen Umstellung der beitragsfinanzierten Krankenversicherung auf Prämien befassen.
Die Einberufung eines „Lobbyisten“ der privaten Krankenversicherung dürfte in der Opposition und in den Kassen auf scharfe Kritik stoßen. Es wird vermutlich eine zu große Nähe, wenn nicht sogar eine Unterstützung der privaten Krankenversicherung durch Schwarz-Gelb, bemängelt. Historisch gesehen ließe sich diese Kritik allerdings nur schwer belegen: Röslers Vorgängerin Ulla Schmidt (SPD) hatte 2004 ihren Abteilungsleiter Kranken- und Pflegeversicherung, Franz Knieps, vom Bundesverband der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) abgeworben. Die Reformen, die maßgeblich von Knieps entworfen wurden, waren von der AOK und anderen gesetzlichen Kassen heftig bekämpft worden.
Quelle: Fachverlag für Recht u. Führung
Die Einberufung eines „Lobbyisten“ der privaten Krankenversicherung dürfte in der Opposition und in den Kassen auf scharfe Kritik stoßen. Es wird vermutlich eine zu große Nähe, wenn nicht sogar eine Unterstützung der privaten Krankenversicherung durch Schwarz-Gelb, bemängelt. Historisch gesehen ließe sich diese Kritik allerdings nur schwer belegen: Röslers Vorgängerin Ulla Schmidt (SPD) hatte 2004 ihren Abteilungsleiter Kranken- und Pflegeversicherung, Franz Knieps, vom Bundesverband der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) abgeworben. Die Reformen, die maßgeblich von Knieps entworfen wurden, waren von der AOK und anderen gesetzlichen Kassen heftig bekämpft worden.
Quelle: Fachverlag für Recht u. Führung
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